Zunftstube  
 
 
 
 
Am 04. und 05. Sep.1993 wurde die Zunftstube eingeweiht.
 


Zuvor jedoch mussten nicht nur unzählige Arbeitsstunden sowie finanzielle Aufwendungen geleistet werden. In der Zeit vor dem Beginn der eigentlichen Arbeiten galt es zunächst Überzeugungsarbeit beim damaligen Bürgermeister und dem Gemeinderat zu leisten. Letztendlich siegte die Verbundenheit aller damaligen Gemeinderäte zum heimatlichen
Fasnachts – Brauchtum, so dass es den Räten schliesslich gelang, auch den Bürgermeister der anfänglich die noch vorhandene Wohnungsnot als Hinderungsgrund angab zu überzeugen.

Anfang Oktober 1991 wurden mit enormem Schwung die ersten Arbeitseinsätze in gemeinsamer Arbeit der Vereine Laternenbrüder Löffingen und der Hexengruppe Löffingen geleistet. Zuerst waren umfangreiche Abbrucharbeiten notwendig um die Voraussetzungen für die heutigen Räumlichkeiten zu schaffen. Wertvolle Bausubstanz vor allem im Holzbereich wurden erhalten. Dazu war es jedoch notwendig, die mit den Jahren zahlreich gewordenen Anstriche zu entfernen um so den natürlichen Charakter des Holzes wieder zu erhalten. Zu gute kam dem ganzen Unternehmen, dass vor allem in der Hexengruppe fast alle handwerklichen Berufe vorhanden waren.

Die anfängliche Planung und das von der Stadt verlangte Nutzungskonzept entstammt aus der Hand eines ehemaligen Narrenrates.
Ohne fremde Mittel und Zuschüsse und nur mit eigenen Handwerkern wurde das Schmuckstück, das die Narren auch gerne Ihre gute Stube nennen in zweijähriger Bauzeit vollendet. Ohne Eigenleistungen wären die Baukosten um ein vielfaches ausgefallen.
Zahlreiche den Hexen und Laternenbrüdern nahestehenden Betriebe stellten manche Materialien auch kostengünstig zur Verfügung. Auch zahlreiche Mitglieder spendeten die von Ihnen selbsteingebauten Werkstoffe. Zur Eröffnung am 04. und 05. September 1993 kamen eine Vielzahl von Narrenfreunden aus dem Ösch sowie aus der Landschaft
Baar um gemeinsam das gelungene Werk seiner Bestimmung zu übergeben. Dekan Litterst übernahm die Segnung des Hauses und Bürgermeisterstellvertreter Klaus Wider übergab offiziell den Schlüssel.

In einer zweitägigen Eröffnungsfeier bewunderte die Löffinger und umliegende Bevölkerung die Gestaltung der Stube. Ca. 2000 Gäste drängten sich im verlaufe der ersten Führungen durch die Räumlichkeiten und waren voll des Lobes für so viel Engagement. Der Gestaltung der Räumlichkeiten kam auch zu Gute, dass es mit Jürgen Oschwald einen Löffinger Künstler gab, der es verstand besonders das Hexenstüble
zu einem nicht alltäglichen Kämmerchen zu machen. Oschwald setzte die zahlreich vorhandenen Anregungen auf seine Art um und gab dem Raum eine besondere Note.

Mit einer originalgetreuen Nachbildung der Pyramide aus der Löffinger Walpurgisnacht hat das Hexenstüble einen besonderen Mittelpunkt erhalten. Die Zunftstube dient heute als Heimstätte zahlreicher aus den Anfängen der Löffinger Narretei stammender Utensilien. Vor allem aber auch Bilderdokumentationen bis um die vorige Jahrhundertwende sind zu sehen. Im Tagungsraum finden die schönsten Gastgeschenke und Erinnerungen an
befreundete Zünfte Ihren Platz.

Auch nach über zwanzig Jahren erfreut sich die Zunftstube nach wie vor großer Beliebtheit. Zahlreiche Klassentreffen finden hier Ihren Auftakt und manche Erinnerungen besonders der älteren Löffinger werden an ihre Fasnetzeit wach. Auch Familienfeste werden gerne aufgelockert durch eine Führung die jederzeit vom Narrenvater, Hexenchef oder deren Stellvertreter durchgeführt wird.

Haben Sie auch Interesse die Zunftstube im Mailänder-Tor zu besichtigen dann melden Sie sich einfach bei:
Thomas Sawetzki – Tel.: 07654-922475